FB 15: Maschinenbau / Institute / Solar- und Anlagentechnik

Das Photovoltaik-Projekt - Rückblick

Ende 2005 wurde das Projektstudium solarcampus ins Leben gerufen. Ausgangspunkt war eine zuvor angefertigte Diplomarbeit, in der zum einen die auf den Dächern der Universität Kassel vorhandenen Photovoltaik-Potenziale analysiert und zum anderen verschiedene Betreibermodelle untersucht wurden. Die Ergebnisse zeigten, dass über 3.000 m2 der universitätseigenen Dachflächen gute Voraussetzungen für die Installation von PV-Anlagen bieten und zudem der wirtschaftliche Betrieb dieser in einer Vielzahl von Konstellationen möglich ist.

Die ursprüngliche Zielvorgabe des Projektes war die Realisierung von PV-Anlagen mit 40 kWp, was einer nötigen Investition von rund 200.000 € entsprach. Initiator des Projekts war Prof. Dr. Klaus Vajen vom Fachgebiet Solar- und Anlagentechnik, der die Idee an einige Studierende des Studiengangs „Regenerative Energien und Energieeffizienz“ herantrug. Umgehend  fanden  sich 18 Studierende, die sich dieser Aufgabe  annahmen  und selbst organisierten. In den  folgenden Wochen wurden Arbeitsgruppen gebildet  und weitere Studierende  aus  anderen Fachbereichen  auf  das Projekt aufmerksam gemacht. Durch  Integration  Studierender  anderer  Fachbereiche entwickelte sich eine  interdisziplinäre Zusammenarbeit, die  von  großer Ideenvielfalt  geprägt war  und  von weit  überdurchschnittlichem Engagement  getragen wurde. Das Projekt  entwickelte  eine Eigendynamik,  die  vorher nicht abzusehen war und rückblickend die gesteckten Ziele bei Weitem übertraf.

Bei der Finanzierung der Anlagen wurden mit einem reinen Bürgerbeteiligungsmodell neue und bis dato bundesweit einmalige Wege beschritten. Aufgrund der großen Resonanz bei Hochschulangehörigen, Bürgern Kassels, aber auch über die Region hinaus wurde die ursprünglich veranschlagte Summe um über 70% überzeichnet. Insgesamt konnten deshalb drei PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 66 kWp und einem Investitionsvolumen von knapp 350.000 € allein aus Bürgerbeteiligungen installiert werden, was bis heute Seinesgleichen sucht.

Letztendlichen haben somit alle Beteiligten von dem Projekt profitiert:

  • Die Studierenden konnten ihren fachlichen Horizont erweitern und sind um zahlreiche Praxiserfahrungen reicher.

  • Die Hochschule konnte öffentlichkeitswirksam ihren Anspruch als „Umwelt-Uni“ unterstreichen.

  • Die privaten Investoren erzielen mit ihrem Investment eine sichere und nachhaltige Rendite.

  • Und nicht zuletzt wird durch die regenerative Stromerzeugung ein positiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Der zeitliche Ablauf und die wichtigsten Arbeitsschritte des Projekts sind in folgender Abbildung zusammengefasst.

 



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